Gerichtsurteile – Beispiele aus dem Alltag

gesetzAuch den Philateliemarkt kennzeichnen so manche Tücke und Tiefe, die wenn man sie ausgelotet hat – Anlass für gerichtliche Nachspiele bieten. Nun ist es sicherlich einer Überlegung wert, ob man direkt Juristen bemühen und Gerichte entscheiden lassen sollte. Diese Frage stellt sich sowohl aus Anbieter- wie aus Käufersicht. Denn zuweilen wird man feststellen dürfen, dass das eigene "gesunde" Rechtsempfinden nicht unbedingt mit dem der Juristen überstimmt. In anderen Fällen ist die Beweislage schwierig, zuguterletzt schweben auch Kosten im Raum.

Gerichte werden in ganz unterschiedlichen Fällen bemüht. Die nachfolgenden Dateien beziehen deshalb, um Wiederholungen zu vermeiden, mehrere Fälle ein, von denen jeder auf seine Art "idealtypisch" ist, aber ganz unterschiedliche Bereiche repräsentiert.

  • Ein Fall dokumentiert die Berichterstattung einer Zeitschrift über die Auseinandersetzungen eines Prüfers mit einer häufig in Fachzeitschriften inserierenden Handelsfirma und deren Folgen.
  • Ein weiterer Fall berichtet von Warnhinweisen eines Prüfers auf seiner Internetseite, die bei einer späteren gerichtlichen Auseinandersetzung vom Gericht als wettbewerbswidrig erachtet wurden.

Jeder dieser Fälle steht für eine Interessentengruppe, die typisch ist: der Sammler, der Gewährleistung sucht, die Zeitschrift, die auf die Unabhängigkeit der Presse berichterstattung pocht und der Prüfer, der seine potentiellen Kunden über ihnen drohendes Ungemach informieren will. Gleichzeitig belegen die Urteile und die Prozessverläufe, wie problematisch es ist, Recht aus Sicht des jeweiligen Betroffenen vor Gericht zu erstreiten. Denn Juristen sind in der Regel keine Philatelisten und für Richter ist die Materie fremd. Es werden Begriffe und Denkstrukturen auf ein Sachfeld angewandt, das seinen eigenen Traditionen folgt, die für "Laien", auch wenn sie Profi-Juristen sind, nur schwer nachzuvollziehen sind.

Insofern kann der Rat auch hier nur lauten: sich gütlich mit einem "Kontrahenten" zu einigen, Streit zu vermeiden und einen Kompromiss zu suchen. Besser als jede Auseinandersetzung ist die vorherige gründliche Information. Hilft aber alles nichts, dann ist der Weg zum Rechtsanwalt nötig, wobei man sich in den Verbänden Beratung einholen sollte.