Fälschung Inselpostbrief mit Attest Basel

201402_Rhodos1_01 Was veranlasst die Briefmarkenprüfstelle in Basel nur, für einen eindeutig manipulierten Brief ein Attest auszustellen? Haben sie alle Hinweise übersehen? Überschätzung der eigenen Fähigkeiten? Oder ausgesprochene Dummheit? Ein anderes Wort wie "dumm" fällt mir angesichts der gemachten Fehler beim besten Willen nicht ein.

Aber fangen wir bei dem Brief an. Die Prüfstelle attestiert eine Mi. 12I auf Feldpostbrief als "echt und einwandfrei". Wer dann auf das großes Bild der Marke geht, sieht auf den ersten Blick, dass die Marke links entweder einen Knick hat oder einen Riss. Oben quillt Klebstoff unter der Marke hervor (immer ein gutes Indiz, dass die Marke zumindest mal vom Brief entfernt wurde). Der Oberrand ist durch den Klebstoff verfärbt. "Einwandfrei" ist die Marke nicht mehr.

Leider passen die Stempelübergänge auf der Marke auch nicht zum Feldpoststempel. Normalerweise sieht man das schon bei oberflächlicher Betrachtung des Briefes. Es sticht einem geradezu ins Auge.

Atteste aus Basel machen aus einer echten und einwandfreien Marke keine Fälschung. Aber angesichts solcher Fehlleistungen von der Briefmarkenprüfstelle Basel (und das ist nur ein Beispiel von vielen) muss man den Sammlern sagen, dass sie alle ihre Marken von seriösen Prüfern nachprüfen und attestieren lassen sollten.

 

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