BPP-Prüfzeichenfälschungen bei eBay

Egal ob sie sich "peterp-pete" oder "de-buci" oder "derolfi2013" nennen, sie verkaufen bei eBay alle verfälschte Marken mit der Besonderheit gefälschtes Prüfzeichen. Uns Sammlern ist das von klein auf eingebläut worden, "Briefmarken mit Prüfzeichen" = "gut". Das stimmt nur bedingt. Wer als Einliefer seine Marken zu einem BPP-Prüfer sendet und sie dann mit seiner Signatur zurück erhält, für den ist das eine feine Sache. Eine Signatur ist ein günstiger Weg, um relativ billige Marken zu prüfen. Aber nur der Auftraggeber der Prüfung ist sich seiner Sache sicher, verkauft er seine Marken, dann muss sich der Käufer darauf verlassen, dass das Prüfzeichen echt ist.

In den hier vorliegenden Fällen ist das Prüfzeichen allerdings komplett gefälscht. Der Fälscher kennt sich nur bedingt mit den BPP-Usancen aus. Sonst hätte er die Schlegel-Signatur sicher tiefer angesetzt und das Infla-Prüfzeichen (dessen Farbe auf die Vorderseite der Marke durchschlägt!) anders gesetzt.

Wer geprüfte Marken im Internet kauft, der sollte sich vorher die folgenden Sachen überlegen:

  1. Prüft der Prüfer tatsächlich das Gebiet? (Infla-Prüfzeichen auf Kolonien-Marken oder Inselpost)
  2. Ist die Prüfzeichenstellung richtig? (Prüfzeichen für "postfrisch" – Marke hat Stempel)
  3. Sieht das Prüfzeichen echt aus? (die Prüfer haben alle Messingstempel und keine Gummistrempel)

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